Unter dem Motto "Freiräume für Träume- Squat the world" demonstierten am 27.09.06 in Frankfurt am Main ca. 50 Leute, trotz schlechten Wetters, für den erhalt Linke Freiräume und gegen die Repression mit der gegen Wohn- und Kultur- Projekte vorgegangen wird.
Gegen 20:00 Versammelten sich ca. 50 Personen am Günthersburgpark in Frankfurt um für Freiräume zu demonstieren.
Trotzt des richtig schlechten Wetters zog die Gruppe von Personen richtung Bergerstraße, um von der Bergerstr. (Frankfurts 2.größte shopppingstreet) richtung Innenstadt zu ziehen. Unbehelligt von der Polizei konnte bis zur Konstabler Wache gegangen und gerannt werden, Kundgebungen, in denen das Flugblatt verlesen wurde, gehalten und dieses auch an die Passanten verteilt werden.
An der Konstablerwache (Zeil) kam jedoch dann das Team Green dazu und beendete die Veranstanltung.
Hier der Redebeitrag/ Flugi:
Linke Selbstverwaltete Freiräume sind ein elementarer Bestandteil sozialer und gesellschaftlicher Veränderung.
Sie sind Grundvoraussetzung und Ausgangspunkt emanzipatorischer Kritik der kapitalistischen Realität und bieten deshalb die Möglichkeit, jenseits des Zwangs der allgegenwärtigen Verwertungslogik politisch zu denken und zu arbeiten. Diese Arbeit richtet sich gegen jegliche Form von Diskriminierung wie Antisemitismus, Rassismus und Sexismus.
Da jedoch dies dem herrschenden System entgegenwirkt, sind solche Projekte und diejenigen die diese Nutzen staatlicher sowie polizeilicher Repression und Kriminalisierung ausgeliefert. Immer wieder werden bestehende Freiräume von staatlicher Seite bedroht und geräumt.
Als bekannte Beispiele können die von der Räumung bedrohte Köpi in Berlin und das bereits im März diesen Jahres geräumte Umgdomshuset in Kopenhagen genannt werden.
Diese Orte bieten nicht nur Raum zur politischen Arbeit, sondern auch den Platz zur Entfaltung und Emanzipation des Individuums und dessen Träume jenseits der gesellschaftlichen Zwänge (Arbeit, Konsum, Konkurrenz etc.). Hierzu gehören sowohl unkommerzielle als auch kulturelle Veranstaltungen sowie Informations- und Diskussions-Veranstaltungen, aber auch Filmvorstellungen, Partys und Konzerte, welche durch Selbstorganisation stattfinden. Dies trägt auch zu einer Bewusstseinsveränderung hin zu einer anti-autoritären Umgangsform und einem sozialen Miteinander bei.
All dies ging ohne diese Freiräume verloren.
Deshalb kämpfen wir für den Erhalt und die Entstehung eben dieser linken Projekte.
Her mit der Utopie
Kapitalismus abschaffen
Squat the World
Für ein schönes Leben
Antifa Bell