Wir haben geschlossen

„…denn alles was entsteht, ist wert, dass es zu Grunde geht.“ (Faust I, Johann Wolfgang von Goethe)

Wir haben uns Ende 2006 als antifaschistische Gruppe aus der damaligen Frankfurter Jugendantifa geschlossen. Im Sommer 2009 haben wir beschlossen, die Arbeit in diesem Zusammenhang zu beenden. Dies geschah aus verschiedenen Gründen, auf die wir im Folgenden näher eingehen werden.

Antifa Bell war für uns der Versuch, sich einen Raum zu nehmen und zu gestalten, den es nach unserer Vorstellung in Frankfurt nicht gab. Die Strukturen, aus denen wir uns geschlossen haben, waren unserem Empfinden nach dominiert von vorgefertigten Verhaltensweisen, Redestrukturen und Aktionsformen.

Die weitverbreitete Ansicht, persönliches und politisches sei zu trennen, war beispielsweise ein Grund, uns eine neue politische Perspektive in Form der Antifa Bell zu schaffen.

Das „Persönliche“ ist in diesem Fall keine Bezeichnung für einen großen, glücklichen Freundeskreis, sondern der Begriff für eine nicht nur theoretisch fundierte Umgangs- und Diskussionsform. Das Ignorieren von individuellem Empfinden, welches selbstverständlich die politische Arbeit begründet, kommt einer Mechanisierung für eine möglichst funktionierende Organisationsstruktur gleich. Zugleich endpolitisiert es das „Privatleben“ der Einzelnen, was dazu führt, dass „die Politik, die mensch macht“ sich auf das wöchentliche Plenum reduziert und sich dabei nicht auf die alltäglichen Verhaltensweisen niederschlägt. Sich konträr dem zu verhalten, was mensch in seinen/ihren Flugis und Texten schreibt, scheint uns absurd.

Die Antwort auf diese Wiedersprüche war für uns die Gründung der Gruppe Antifa Bell.

Aus heutiger Sicht betrachtet zählt allerdings bereits die Gruppenschließung zu den schon vordefinierten Abläufen (politisch werden, Jugendantifa, sich in Gruppen organisieren, Texte schreiben, „Rollen“ Aufteilen etc.) einer in Frankfurt etablierten Szenekultur, denen wir uns doch eigentlich entziehen wollten.

So ist es paradox, dass wir genau das reproduzierten, was wir kritisierten.

Wir sahen in der Gruppe die Chance, uns persönlich weiterzuentwickeln, politisch zu arbeiten und dies in einem Umfeld ohne Hierarchien und mit genug Freiraum für eigene Ideen und neue Aktionsformen zu tun. Allerdings entwickelte sich die Gruppe stetig zu einem Rückzugsort vor den innerlinken Konflikten. Dass aber eine politische Gruppe nicht auf dem Konzept „Rückzug“ basieren kann, da dies der eigenen politischen Handlungsfähigkeit im Wege steht, ist eigentlich selbstverständlich. Dieser Entwicklung wurden wir uns allerdings erst bewusst, als dieser Umgang schon zum Selbstläufer geworden war.

Somit ist die Auflösung unserer Gruppe auch eine Absage an die Passivität in die wir aufgrund dieser Entwicklung gerieten. Da sich Passivität und Rückzug in diesem Fall bedingten, wuchs sowohl der interne als auch der externe Druck. Das Resultat war die sich ausbreitende Resignation, derer wir uns erst jetzt (- nach einigen Monaten Karussell-Fahrt -) bewusst wurden, um daraus schließlich die notwendige Konsequenz zu ziehen.

Die Diskrepanz zwischen unserem Selbstbild und den Zuschreibungen durch Außenstehende wuchs. Die Identifizierung unsererseits mit der Gruppe nahm ab, während wir uns mit einer uns unverständlichen Identitätszuschreibung von außen konfrontiert sahen. Dadurch verloren wir den überblick über unsere möglichen Perspektiven, da wir in erster Linie mit der eigenen Identität im Konflikt standen.

Da wir versuchen, radikale Gesellschaftskritik zu artikulieren, ist die Auflösung der Gruppe für uns die einzige Möglichkeit diesem Anspruch gerecht zu werden. Radikalität bedeutet für uns auch, den Stillstand zu durchbrechen und dadurch die Basis für etwas Neues zu schaffen.

Wir denken, dass sich in Frankfurt viel Potenzial durch identitäres Gruppengeklüngel im Sand verläuft.

Wär‘ doch prima, wenn sich die Frankfurter Szene für neue Formen der Zusammenarbeit öffnet?!

Somit verabschieden wir uns von dem Namen Antifa Bell in neue politische Perspektiven.

Für ein schönes Leben

UFF – JETZ!!

Antifa Bell

Und da es trotz allem noch weiter geht:

Still not lovin' Germany - Die Revolution: ein Mythos - Die Freiheit: eine Farce

Infoveranstaltung am 5 September um 18:00 in der Klapperfeldstraße 5, bei der es nicht nur um Demotipps für die bundesweite Demonstration am 10.10.09 geht, sondern auch um deren Hintergründe

Die deutschen Mythen der Nation und die vermeintliche Freiheit nach '45 werden anlässlich 60 Jahre Bundesrepublik und 20 Jahre friedliche Revolution diskutiert

weitere Infos: http://www.faitesvotrejeu.tk und http://antide2009.blogspot.com/

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19. bis 23.08.2009 AntifaCamp im Vogelsbergkreis, weitere Infos:

http://bash.antifa.net/camp

                          

04.09.09-05.09.09 Antifa Actions Days bezüglich des "nationalen Antikriegtags" am 05.09.09. Am 04.09.09 wird hierzu eine Vorabenddemo in Dortmund stattfinden. Beginn: 18:00 Uhr am Hauptbahnhof. Am 05.09.09 wird es eine weitere antifaschistische Demo geben. Beginn: 11:00 Uhr

weitere Informationen hier

10.10.09 Bundesweite Demonstration in Leipzig - Still not Lovin' Germany, weitere Informationen und Aufruf:

http://antide2009.blogspot.com/

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"Die Partei"

Ein Jahr nach der Gründung der Partei "Die Linke" wird immer deutlicher, dass sie das Linkssein für sich zu beanspruchen scheint. Zumindest konstatiert sich in den Köpfen der Menschen die Politik "der Linken" als einziges linkes Moment der Gesellschaft. Von einer revolutionären aber vor allem emanzipatorischen Kritik und Perspektive, welche die Partei anzustreben scheint - denn schließlich will sie den Kapitalismus mit einer "sozialistischen Gesellschaftsform" auswechseln - ist sie allein schon durch ihre Existenz als Institution des bürgerlichen Staates, noch mehr jedoch durch ihre fälschliche Auffassung dessen, was Sozialismus ist, weiter entfernt als jede antirassistische Schülergruppe.

Warum die Linkspartei zwangsläufig zu einer falschen Sozialismusdefinition kommen muss, zeigt sich im Vergleich der marx'schen Kapitalismuskritik mit der marxistisch- leninistischen Kritik Der Linken:1
"Der Reichtum der Gesellschaften, in welchen kapitalistische Produktionsweise herrscht, erscheint als eine ungeheure Warensammlung, die einzelne Ware als seine Elementarform. Unsere Untersuchung beginnt daher mit der Analyse der Ware." (MEW 23, Seite 49)
Eine Ware ist eine Ware, wenn sie sowohl Gebrauchswert als auch Tauschwert besitzt. Der Gebrauchswert beschreibt die Höhe des Nutzens eines Gegenstandes oder einer Dienstleistung; somit besitzen auch Gegenstände, welche keine Ware sind, einen Gebrauchswert. Zur Ware wird der Gegenstand erst mit dem Tauschwert, der sich nur im unmittelbaren Akt des Tauschens zeigt. Die Höhe des Tauschwertes zeigt sich also im Vergleich mit einer anderen Ware bzw. einem anderen Äquivalent.
Welche Höhe der Tauschwert einer Ware im Vergleich zu einer anderen hat, ergibt sich aus dem Produktionsprozess. Der Tauschwert setzt sich immer zusammen aus c+v+m. C bezeichnet das Konstante Kapital (z.B. Rohstoffe, Werkzeug etc.2), v das variable Kapital (den Lohn der ArbeiterIN) und m den produzierten Mehrwert. Der Mehrwert ist die Differenz zwischen dem erhaltenen Lohn und dem tatsächlich produzierten Wert des/ der ArbeiterIN. Darin, dass der/ die ArbeiterIN mehr Wert produziert als er/ sie tatsächlich erhält, sieht Marx die Ausbeutung des/ der ArbeiterIN im Kapitalismus.

Die Wertschöpfende Substanz – und das ist essentiell für das Verständnis der marx'schen Theorie - ist also der Wert der investierten Arbeit, der sich an der gesamtgesellschaftlich durchschnittlich notwendigen Arbeitszeit misst. Das Ziel des/der Kapitalisten/Kapitalistin in der kapitalistischen Logik ist die Kapitalakkumulation; die Vermehrung von Kapital durch die Schaffung von Wert.3 Der/die KapitalistIN ist gezwungen seine Waren so günstig wie möglich zu produzieren, weil er/sie in Konkurrenz zu den anderen Kapitalisten/Kapitalistinnen steht und trotzdem seine/ihre Waren absetzen muss, um nicht Bankrott zu gehen. Er/sie ist gezwungen den vom Arbeiter zu produzierenden Mehrwert ständig zu erhöhen. Dies erreicht er/sie, indem er/sie entweder das konstante Kapital erhöht oder das variable senkt. 4

Schon anhand des vorangegangenen kleinen Teils der marx'schen Analyse wird ersichtlich, dass jeder/ jede, sowohl ArbeiterIN als auch KapitalistIN, gewissen Grundzwängen der kapitalistischen Verwertungslogik unterworfen ist.
Der Kapitalismus ist daher ein apersonales Herrschaftssystem, in dem jeder/ jede nur bedingt für seine/ ihre systemerhaltenden Handlungen verantwortlich zu machen ist. Aber genau dies begreift die Partei Die Linke nicht. Denn den/die einzelne/n Kapitalisten/Kapitalistin sieht sie verantwortlich für das übel der kapitalistischen Ausbeutung. Das zeigt sich zum Beispiel wenn Ackermann oder eine andere "Heuschrecke", für die Niedriglöhne verantwortlich gemacht werden.5
Da die Partei Die Linke hierbei die Hauptkritik auf den/die Kapitalisten/Kapitalistin (auch als "bösen Bonzen" tituliert) legt und nicht auf das System, welches eigentlich für die Missstände verantwortlich zu machen ist, stellt sich heraus, dass die Kritik der Linken um einiges zu kurz gedacht ist.
Ein anderes Beispiel, wie sich die Kritik Der Linken real äußert, findet sich an der Verlegung des Nokiawerks Bochum nach Rumänien im Sommer 2007. "Nokia handelt beschämend und rücksichtslos", sagte die Delegierte der Partei Die Linke des europäischen Parlaments, Gabi Zimmer, und zeigt somit, wie wenig die Partei die Verhältnisse, in denen wir leben, begriffen hat. Denn schließlich muss ein Unternehmen sich der kapitalistischen Logik anpassen und danach handeln. Somit sollte die Partei Die Linke nicht das Faktum kritisieren, dass das Nokiawerk die Leute entlässt, um den Standort zu wechseln und um günstiger zu produzieren, sondern das kapitalistische System an sich, das solche Missstände impliziert.

Doch was kann nun aus einem solchem Kritikansatz werden, wenn er einmal ausgewachsen ist?
Mit der Erhaltung des Nokiawerk Bochum kann ja wohl nicht gewollt sein, die Forderung nach "Sozialismus", die aus vielen Ecken der Partei laut wird, in die Realität umzusetzen.
Doch was wird denn nun wirklich gefordert?
Zwar wird der "Sozialismus", wie er in der Sowjetunion und in der DDR real existierte, von Teilen der Partei verurteilt, führt mensch allerdings die vorausgegangene angerissene Kapitalismuskritik und die daraus resultierende Politik der Partei weiter, kann dies unserer Ansicht nach nur zu einer solchen Sozialismusdefinition führen. Treffender hierfür sehen wir den Begriff des "Staatskapitalismus". Dieser beinhaltet nämlich, dass die kapitalistische Ordnung nicht aufgehoben, sondern lediglich der Staat eine ausgedehntere wirtschaftsregulierende und –kontrollierende Funktion übernimmt und sich somit an die Stelle der "bösen Raubtierkapitalisten" setzt.

Wir betrachten diesen Prozess der Ausweitung der staatlichen Kontrolle als reformistischen6, vor allem aufgrund der politischen Forderungen, die eigentlich lediglich eine "soziale" und "gerechte" Optimierung des aktuellen Gesellschaftssystems, das ein emanzipiertes Leben ausschließt, zum Ziel haben, aber auch deshalb, weil er den Staat nicht kritisiert und abschaffen will. Das politische System , in dem der Mensch "ein geknechtetes, ein verlassenes, ein verächtetes Wesen ist" (Karl Marx, Zur Kritik der Hegelschen Rechtsphilosophie, MEW 1, S.385), kann durch die Umsetzung der Forderung der Partei also nicht überwunden werden. Somit erfüllt die Politik der Partei einen der wesentlichen Grundsätze linker Kritik nicht.

Um das kapitalistische System zu überwinden, halten wir es für notwendig, gesellschaftliche Strukturen und Prozesse zu kritisieren und damit zu hinterfragen und zu analysieren, um aus diesem Bewusstsein eine Politik/Kritik zu entwickeln, welche die Möglichkeiten zur Revolution schafft und offen hält.

Fußnoten:
1) Marxistisch- leninistisch wird als die offizielle Weltanschauung der Sowjetunion verstanden, welche allerdings auch als die Interpretation Lenins von Marx geschrieben ist. Der Begriff des marxistisch- leninistisch wurde allerdings erst unter Stalin eingeführt, ist also auch eine Interpretation von Lenin wie sie Stalin sah. Haupt-Differenz ist die Umsetzung. Während Marx die Erhebung des Proletariats und somit die überwindung des Kapitalismus beschreibt (wobei der Staat letzten Endes aufgehoben wird), braucht es im Leninismus eine "Avantgarde-Partei", welche das Proletariat führt und durch strikte Regeln eher einem Bürokratismus gleichkommt als einer Erweiterung der Freiheit.
2) Bezeichnend für die kapitalistische Produktionsweise ist, dass dieses immer in privater Hand liegt (Privateigentum an Produktionsmitteln)
3) Noch essenziell ist jedoch, dass die Existenz der Kategorie "Wert" nicht natürlich bzw. notwendig ist sondern lediglich eine abstrakte gesellschaftliche Zuschreibung einer Kategorie, die einem Gegenstand an sich nicht innewohnt.
4) Nach der kapitalistischen Logik kann der Kapitalist das variable Kapital nur soweit senken, als dass es für den/ die ArbeiterIN gerade noch zur Reproduktion reicht.
5) Nicht nur das Unverständnis des kapitalistischen Systems ist hierbei problematisch, sondern auch die Personifizierung des "kapitalistischen übels" insofern, dass hier schnell von Einzelpersonen auf gesellschaftlichen Gruppen geschlossen werden kann. Wir unterstellen der Linken zwar keinen Antisemitismus, jedoch ist der Schritt zum strukturellen Antisemitismus nicht mehr weit.
6) Wir lehnen nicht alle reformistischen Veränderungen ab (wie z.B. die wieder Abschaffung der Studiengebühren in Hessen) zur überwindung des kapitalistischen Systems trägt Reformismus jedoch in keinster Weise bei.
7) Die Abschaffung des Staates ist für uns essenziell um eine emanzipierte Gesellschaft zu erreichen, da der Staat immer eine verselbstständigte Gewalt darstellt. Nur mit der Abschaffung des Staates kann eine herrschaftsfreie Gesellschaft, "ein Verein freier Menschen" (MEW 23 s.92) geschaffen werden.

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Selbstdarstellund des Faites votre Jeu!

Faites votre Jeu!

Wir sind die Initiative „Faites votre jeu!“, ein Zusammenschluss junger Menschen, die das ehemalige JUZ Bockenheim in Frankfurt seit dem 2. August 2008 wieder in Betrieb genommen hat. In dem Gebäude in der Varrentrappstraße 38 soll ein selbstverwaltetes, umkommerzielles Zentrum entstehen. Es soll zu einem Treffpunkt für Menschen werden, die hier gemeinsam an Kunst- und Kulturprojekten arbeiten und Raum für politische Diskussionen und Lesungen bieten. Es sollen Ateliers, Proberäume, ein Fotolabor, Gruppen- und Gemeinschaftsräume entstehen, die kostenlos genutzt werden können.

Die Besetzung des ehemaligen JUZ ist als eine Reaktion auf die die immer weiter voranschreitende, repressive Umstrukturierung des städtischen Lebens zu verstehen. Dem Prozess der Normierung und Kontrolle des urbanen Raumes, begegnen wir mit der Spontanität eines selbstverwalteten Zentrums und bemühen uns so, Brüche in der gesellschaftlichen Totalität aufzuzeigen.

Wir haben uns bewusst für diese Gebäude entschieden, da es zum einen als Sinnbild der städtischen Politik dient, in der immer weniger Raum für unkommerzielle und selbstverwaltete Projekte zur Verfügung steht, während auf der anderen Seite immer mehr Gebäude leerstehen und nicht genutzt werden. Außerdem bietet es ausreichend Platz für die Vielzahl an geplanten Projekten und ist damit perfekt für unsere Zwecke geeignet.

aktuelle Infos: http://faitesvotrejeu.tk/

Wir erklären uns solidarisch mit der Initiative Faites votre Jeu und der Besetzung des alten JUZ Bockenheim!

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In einer Info-Aktion wurden am 28.12 die Besucher des Nordwestzentrums in Frankfurt daruaf aufmerksam gemacht, dass die NPD-Zeitung die "Deutsche Stimme" im Toom verkauft wird.


Hier der Informationstext des Flyers:

Seit August diesen Jahres vertreibt Toom die "Deutsche Stimme", das Presseorgan der Neonazipartei NPD. Die Zeitung wird vom NPD- Bundesvorstand herausgegeben und erscheint monatlich in einer Auflage von 35.000 Exemplaren im gleichnamingen Deutsche-Stimme-Verlag.

In dieser Zeitschrift wird antisemitische, rassistische und geschichtsrevisionistische Propaganda verbreitet. Dies zeigt sich an überschriften und Kommentaren wie,"Deutsche Erniedrigung und Wiederjudmachung" zum Abschluss des deutsch-jüdischen Entschädigungsabkommens von vor 50 Jahren, "Zentralrat der Juden schlägt Kriegstrommel" und "Deutschland muß wieder deutsch werden!"(Ausgabe 12/2002).

Die Zeitschrift und ihr zugehöriges Internetforum bieten nicht nur eine Plattform zum Austausch menschenverachtender Ideologien, sondern sind auch Mittel zur manipulativen Werbung neuer Mitglieder. Durch sie kann und wird Hetze gegen MigrantInnen, Juden und allgemein Andersdenkende öffentlich kundgegeben.

Chefredakteur der NPD-Zeitung ist der sächsische Landtagsabgeordnete Holger Apfel. Apfel ist stellvertretender Bundesvorsitzender der NPD. Vorsitzender des Deutsche-Stimme-Verlags Jens Pühse, ebenfalls NPD- Vorstandsmitglied, wurde im Februar diesen Jahres vor dem Landgericht Dresden wegen Volksverhetzung und der Verbreitung von Nazipropaganda angeklagt.

Auf die Ansprache eines Angestellten des oben genannten Tooms in Frankfurt hin, warum sie denn solch ein Magazin verkaufen würden, antwortete dieser, er wisse, was die Deutsche Stimme für eine inhaltliche Ausrichtung habe und solange die Zeitung nicht verboten sei und die Toom Zentrale es in Ordung finde diese zu vertreiben, könnten sie hier auch die Deutsche Stimme verkaufen.

Es gibt unserer Meinung nach keine Rechtfertigung Nazipropaganda zu verteilen.

Faschismus ist keine Meinung sondern ein Verbrechen!